Neue Richtlinien zur Risikofinanzierung von Gründern und KMUs

20.01.2014 - 15:15
Anfang des Jahres konstatiert die EU-Kommission, dass KMUs nach wie vor in hohem Maße von der traditionellen Kreditvergabe abhängig sind, die durch die Refinanzierungsfähigkeit, die Risikobereitschaft und die angemessene Eigenkapitalausstattung der Banken begrenzt wird. Der für Wettbewerbspolitik zuständige Kommissionsvizepräsident Joaquin Almunia kritisiert ausdrücklich das Marktversagen beim Zugang zu Finanzierungen“ das europäische Unternehmen ab der Start-up-Phase in ihrer Entwicklung beeinträchtigt.
 
Nun soll es die Privatwirtschaft richten. Ab 1.Juli können die Mitgliedsstaaten ihre Risikofinanzierungsleitlinien dahingehend anpassen, dass Finanzintermediäre und Investmentfonds einfacher bei den KMUs und Start-ups einsteigen können. Private Investoren sollen durch die neuen Leitlinien ermutigt werden, in Start-ups zu investieren. Wie diese Leitlinien in Maßnahmen umgewandelt werden ist noch offen. Bedeutet diese Entwickung, dass sich traditionelle Banken künftig noch weiter von der Finanzierung junger Unternehmen entfernen?
 
Außerdem gibt die EU bekannt, dass sie ausdrücklich die Entwicklung alternativer Handelsplattformen unterstützt, auf der sich KMUs notieren lassen können, um Fremdkapital einzuwerben. Wer wird diese Plattform in Deutschland betreiben? Und wann?
 
Prinzipiell begrüßen wir jede Förderung von Gründern und Jungunternehmern, solange diese nachhaltig erfolgt, sowohl bei der Finanzierung als auch bei der Unternehmensberatung. Allerdings fragen wir uns, ob bei diesen Maßnahmen die klassischen Gründer von der KfZ-Werkstatt zur Haushalts- und Pflegedienstleistung, vom Handwerker zum Designer gebührend berücksichtigt werden und ob die sich auf einer digitalen Handelsplattform für externe Gründungsfinanzierungen wiederfinden.
 
Wir sind gespannt, welche Akzente in Deutschland gesetzt werden. Denn:

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