"(Gut) Geplant ist halb gewonnen"

02.01.2015 - 11:30
so titelt die aktuelle Studie der KfW zum Gründungsgeschehen in Deutschland. „Eine Unterkapitalisierung bereits zum Geschäftsbeginn ist eine wesentliche Ursache für das Scheitern junger Unternehmen“.

Mehr als zwei Drittel aller Jungunternehmer berechnen ihren Finanzbedarf falsch – und zwar wesentlich zu niedrig. Gründer mit einem Finanzbedarf bis zu 25.000,- EUR verschätzen sich um bis 234 Prozent. Der tatsächliche Finanzbedarf liegt 3,3 mal höher als im Businessplan errechnet.

Ein Grund für diese Businesspläne könnte die magische 25.000,- EUR Grenze für Mikrokredite sein. Heißt: angehende Unternehmer kalkulieren ihre Kosten so, dass sie beispielsweise über die Landesförderbanken schnell und unkompliziert an die vermeintlich einfachen Kredite bis 25.000,- EUR kommen. Bei diesen Businessplänen ist das Scheitern des Jungunternehmens allerdings fast vorprogrammiert. Zu schnell entstehen unerwartete Liquiditätsengpässe beispielsweise bei Forderungsausfällen, die kaum zu überbrücken sind, wenn der finanzielle Puffer fehlt. Sinnvolle Investitionen zur Unternehmensentwicklung werden unterlassen und verhindern das Wachstum des jungen Unternehmens.

Um immerhin 65 bis 91 Prozent verschätzen sich Gründer bei einem Kapitalbedarf von 25.000,- EUR und mehr. Der Deutsche Gründerverband rät deshalb dringend, dass Gründer und potenzielle Unternehmer eine externe Beratung in Anspruch nehmen, die nicht nur eine objektive Geschäftskalkulation gewährleistet, sondern auch Mittel und Wege zu einer soliden Finanzierung aufzeigen.

Apropos: die aktuelle Studie der KfW hat gezeigt, dass der durchschnittliche Finanzbedarf eines Gründers bei 80.000,- EUR liegt. Denn:

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