Gründer werden weiblicher, qualifizierter, internationaler und älter

17.06.2015 - 09:30
Die KfW meldet, dass trotz guter Konjunktur und Arbeitsmarktzahlen die Anzahl der Vollererwerbsgründer 2014 deutlich gestiegen ist. Von 306.000 um 87.000 Gründungen auf 393.000 neue Unternehmen. Zusammen haben diese Gründerinnen und Gründer 745.000 vollzeitadäquate Stellen geschaffen.

Dazu steigt die Qualifizierung der jungen Unternehmer, der Anteil der Frauen sowie der Anteil der Festangestellten, die in die Selbstständigkeit gehen und ein eigenes Unternehmen gründen. Schade nur, dass wieder mehr Gründer angeben, dass die Schwierigkeiten bei der Finanzierung ihres Unternehmens gestiegen sind. So die Erkenntnisse aus dem KfW-Monitor 2015.

Das statistische Bundesamt bestätigt den positiven Trend für das erste Quartal 2015 nicht ganz. Zwar melden die Wiesbadener, dass rund 35.000 Betriebe neu gegründet wurden, die auf eine größere wirtschaftlichen Bedeutung schließen lasse. Insgesamt lagen die Zahlen aber unter dem Vorjahresquartal.
 
Sicher scheint jedoch, dass immer weniger angehende Unternehmer die Angebote der IHK annehmen. Das Interesse an der Gründungsberatung der Kammern nimmt weiter ab. Positiv ist zu vermelden, dass die Qualität der Gespräche zunimmt. So stieg der Anteil derjenigen, die eine konkrete unternehmerische Idee haben, um 10 Prozent, so der DIHK-Gründerreport für das vergangene Jahr.
 
Fazit:
Die Gründungsideen und -konzepte werden reifer. Die Ansprüche und Bedürfnisse der Gründer, insbesondere in eine qualifizierte kaufmännische Beratung steigen.