Finanzierungsmöglichkeiten für Existenzgründer

08.08.2014 - 14:15
Immer wieder werden wir gefragt, welche innovativen Finanzierungsmöglichkeiten Gründer mit einer genialen Geschäftsidee haben. Dazu lässt sich sagen, dass es grundsätzlich zwei Arten der Finanzierung gibt: der Bankkredit oder die Finanzierung über Investoren, die sich am Unternehmen beteiligen. Bevor sich Existenzgründer entscheiden, sollten sie im Vorfeld der Gründung die Voraussetzungen für die jeweilige Finanzierungsalternative klären.

Crowdfunding

Vermehrt erhoffen sich Gründer von Crowdfunding eine Lösung, bei der sich mehrere Investoren mit relativ kleinen Beträgen an der Gründung beteiligen. Für beide Seiten ein Risiko, das Gründer in der Regel über einen enormen Aufwand an Kommunikation und Marketing kompensieren müssen. Aufgrund der angestrebten Risikostreuung können schon mal 50, 100 und mehr Investoren in ein Projekt einsteigen. Crowdfunding ist bisher eher einem kleinen, ausgewählten Kreis vorbehalten, dem es gelingt, über eine besondere Geschäftsidee, Aufmerksamkeit zu erzeugen.


Business Angels und Venture Capital

Alternativ können Gründer Business Angels als Investoren an Bord holen. Dies passiert meist in einer frühen Phase des Projektes. Business Angels bringen weniger Kapital mit, dafür aber ein gutes Kontaktnetzwerk und organisatorisches Know-how, das Jungunternehmen, auf den richtigen Weg bringt. Im Vorfeld ist es allerdings schwierig, die Leistung eines Business Angels richtig einzuschätzen.

Die klassische Form der Startup-Finanzierung ist das Venture Capital. Investoren schließen bei der Verwirklichung einer Geschäftsidee Finanzierungslücken von Startups und finanzieren damit langfristig auch deren Expansion in andere Märkte. Dafür bekommen die Venture-Capital-Geber Anteile am Unternehmen. Für diese Wagnisfinanzierung fordern Investoren häufig umfangreiche Informations-, Kontroll- und Mitwirkungsrechte. Sie setzen auf die potentiellen Marktchancen eines Geschäftsmodells und erhoffen sich dadurch eine langfristige Maximierung ihres eingesetzten Kapitals, was zu hohem Wachstumsdruck führt und die strategische Ausrichtung des Unternehmens signifikant tangieren kann.

Fazit

Zu einem guten Geschäftskonzept gehört die genaue Abwägung in punkto Aufwand und Risiko der verfügbaren Finanzierungsoptionen. Eine konservative Finanzierung inklusive Aufnahme von Fördergeldern ist keine schlechte Lösung – und oft auch die einzige Lösung für klassische Existenzgründer und -gründerinnen.