Der Businessplan – Die Geschäftsidee

08.09.2015 - 13:45
Erst war die Idee. Dann kam das Grundstück – und dann? Auch wenn sich der künftige Hausherr manches Detail im und am Haus genau vorstellen kann, so wird er kaum auf die professionelle Hilfe eines Architekten, eines Statikers und Bauunternehmens verzichten. Und das ist gut so.

Der kluge Gründer wird ähnlich vorgehen wie ein kluger Bauherr. Mit seinem Gründungs-/Unternehmenberater gilt es die Geschäftsidee auszugestalten, technische und wirtschaftlichen Fragen zu klären. Die Entwicklung des Geschäftskonzepts ist ein Diskussionsprozess. Das künftige Unternehmen entwickelt sich ähnlich wie ein Bauprojekt.


Geschäftsidee, Bedingungen, Leitbild

Erster Diskussionspunkt sind die Grundlagen der Geschäftsidee, die Branche, Voraussetzungen für die Unternehmensgründung, Risiken und die grundsätzliche Motivation des Gründers. Dazu gehören auch Fragen nach dem Leitbild des Gründers bzw. der Gründerin: Vision, Mission und Werte. Bei der Frage nach der Vision sollte sich der künftige Unternehmer fragen, was er oder sie erreichen möchte, wo er oder sie sich in der Zukunft sehen? Sind Sie der beste Handwerker am Ort, die Expertin für Grafik, der Insider für Heilmethoden oder Chefin eines Unternehmens mit 100 Mitarbeitern?

Die Mission beschreibt, wie das Unternehmer oder der Unternehmer/Unternehmerin vom Markt gesehen werden will. Wozu ist die Leistung des Unternehmens wichtig? Womit verdient das Unternehmen Geld? Daraus ergeben sich erste Hinweise auf die Vermarktung. Und nicht zuletzt, sollte sich der Chef oder die Chefin darüber im Klaren sein, worauf sich die Kunden und Mitarbeiter künftig verlassen können. Ist es die Zuverlässigkeit, die Sorgfalt, der Service, Fairness oder Nachhaltigkeit vom Einkauf, zur Produktion und Auslieferung.

In der Diskussion um das Leitbild wird vielen Gründern und Gründerinnen klar, wie sich daraus konkrete Hinweise auf künftige Maßnahmen der Unternehmensentwicklung ableiten lassen beispielsweise im Service, im Vertrieb und Marketing und so ein konsistentes Bild des Unternehmens ergeben. In späteren Entscheidungsprozessen ist das Leitbild ein wertvolles Fundament, um Prioritäten zu setzen oder ggf. überarbeitet zu werden.